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30.10.04 -- Gudrun_Beck

Rudelverhalten: mit 5 1/2 Monaten starke Geschlechts-spezifische Unterschiede

Soooo lieb sind wir nicht immer!

 














Hallo Ihr,

mit dem Zahnwechsel, so weiß man, wird aus dem Welpen ein Junghund. Der oft falsch verstandene "Welpenschutz" geht dann auch innerhalb des eigenen Rudels zu Ende. Wie drastisch die Verhaltensunterschiede je nach Geschlecht des Heranwachsenden ausfallen, hat mich in den letzten Tagen aber doch überrascht. Zur Erinnerung: Birks Abgabe und Ballotas Wiederkehr lagen genau 3 Tage auseinander. So kann man die Verhaltensweisen meines Rudels gegenüber dem 5 1/2 Monate jungen Rüden und der gleichaltrigen Schwester ganz gut vergleichen. Einziger Unterschied, der evtl. was zur Sache tut: Ballota war schon eine Weile nicht mehr dabei. Ich hatte aber durchaus das Gefühl, dass sie wiedererkannt wurde, was ihre Integration sicher erleichtert hat. Die 3 dominanten Althunde, das Alpha-Pärchen Aron/Belana und ihre sehr starke Tochter Anjin, ignorieren weitgehend, was sich am unteren Ende der Rudelhierarchie abspielt. So haben sie sich bisher weder für Birk, noch für Ballota groß interessiert. Anders dagegen die beiden Rangniedrigsten, Anders und Arabelle.

Birk gegenüber war es so, dass Arabelle dem Lausejungen zwar spielerisch immer wieder klar machte, wer stärker ist, ihn aber zu Hause pflegte und sich ankuscheln ließ. Die beiden schienen sich wirklich sehr zu mögen. Mit Anders konnte Birk weiter Tauziehen spielen. Dieses Spiel eskalierte jedoch manchmal und gipfelte dann darin, dass Anders dem Kleinen mit Drohgebärden klar machte, dass er jetzt das Spielzeug besitzen und von ihm Gesten der aktiven Unterwerfung sehen möchte. Die bekam er und so blieb er friedlich. Früher oder später wäre es sicher zu Rangordnungskämpfen zwischen den beiden gekommen.

Ballota gegenüber ist Anders sehr charmant. Unmittelbar nach der Begrüßung stellte er fest, dass es sich um ein Mädchen handelt, was da zurückgekommen ist, und er begann sie durch Aufreiten für sich zu nutzen. Dieses Getue stellte ich bereits am gleichen Nachmittag ab. Seither hält sich sein Interesse in Grenzen. Er ist aber immer nett zu ihr. Arabelle dagegen dominiert sie in provokantester Art und Weise, indem sie immer wieder ihren Kopf auf Arabelles Schulter legt und Unterwerfungsgesten einfordert. Die bekommt sie auch. Trotzdem meinte sie bereits 2 Mal in Situationen, die das ganze Rudel ohnehin aufgeregt hatten, jetzt über die Kleine herfallen zu müssen. Ich ging sofort dazwischen und verbot ihr, die Kleine fertig zu machen, bevor Ballota Schaden nahm. Offenbar meint unsere Miss Omega, nun endlich den Schwarzen Peter abgeben zu können! Das Verhalten der A-Wurf-Schwestern untereinander ist z. Z. von besonders wilden Spielen, aber auch beiderseitigem Dominanzgehabe geprägt, das bei zusätzlichem Stress schnell in eine wirklich verletzend gemeinte Rauferei münden kann. Die letzte Hitze ist jetzt 11 Monate her und im letzten November waren sie ähnlich aufgedreht. Liegt wohl auch an den Hormonen. Es ist nicht immer einfach, ein ganzes Rudel friedlich zu halten.

Viele Grüße!

Gudrun + 6
  30.10.04Rudelverhalten: mit 5 1/2 Monaten starke Geschlechts-spezifische Unterschiede   Gudrun_Beck  
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