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19.08.06 -- Gaby und Friends

Lassie - Mythos und Wahrheit














Guten Morgen,

ich finds interessant, daß viele eine sable-farbige Colliehündin haben wollen.
War der Original-Lassie doch ein Rüde namens Pal.
Hier mal die Kurzbeschreibung aus dem Film-Guide:

Mit dem 1943 gedrehten Spielfilm "Heimweh" begann die Weltkarriere des klugen Collies Lassie, der hier u.a. "Partner" der damals 11-jährigen Elizabeth Taylor ist. "Lassie", in Wirklichkeit ein Rüde, auf den Namen Pal hörend und 1940 geboren, gehört neben dem legendären "Rin-Tin-Tin", der seine Erfolge in den 20er Jahren feierte, zu den Größten seines Fachs. Das Studio MGM wusste, was es einem "box-office"-Star, der die Kinokassen klingeln ließ, schuldig war. Mehrere luxuriöse Hundehütten mit Klimaanlagen, ein privater Auslauf, ein Friseur, Fußpfleger und Koch standen ihm auf dem Gelände während der Dreharbeiten zu der Serie von Spielfilmen, die zwischen 1943 und 1962 entstanden, zur Verfügung. Als die erste "Lassie" starb, übernahm ihr ebenso begabter Sohn das Erbe. Bis in die 70er Jahre hinein war "Lassie" auch als Fernsehstar überaus erfolgreich.


Mal davon abgesehen hab ich für mich die Erfahrung gemacht in meinem Hundebesitzerleben, daß Rüden oft das ruhigere Wesen haben. Die Mädels sind einfach triebiger.

Grade jetzt hab ich ja den direkten Vergleich zwischen meinen beiden Langnasen.
Charlene: Sie will ständig beschäftigt werden. Hat sie zu wenig Aufgaben, fängt sie sehr schnell an, eigene Ideen zu entwickeln. Und das nicht unbedingt zu meiner Freude. Da werden auf einmal wieder Jogger verbellt oder sie turnt hinter irgendwelchen jagdbaren Dingen her. Charlene ist unglaublich aufmerksam und ich nenn sie auch "die kleine Polizistin". Ihr entgeht nichts und fast alles muß auch kommentiert werden.
Andererseits lernt Charlene unglaublich schnell und stellt sich mutig jeder neuen Aufgabe.

Ganz anders dagegen
Basil: Der Bube ist die Ruhe selbst. Genau wie mein erster Collie Mike geht er souverän (wirkt schon manchmal überheblich :-) ) mit anderen Hunden, insbesondere Rüden um. Neue Situationen betrachtet er erst mal ganz genau, bevor er diese angeht. Trotzdem lernt er ebenso schnell wie Charlene, nur eben viel ruhiger. Es scheint manchmal, als müsse er erst mal drüber nachdenken, was sich ihm da bietet. Insgesamt ist er eher ein kleiner Träumer, der sich gern mal von Charlene anstecken lässt.

Ich bin überzeugt davon, daß Charlene völlig selbständig eine Schafherde hüten könnte. Sie würde ohne Zögern dem Schäfer jede Kleinigkeit melden. Passieren könnte ihr auch nichts, denn das überlässt sie getrost den anderen, die sie zur "Hilfe" holt.
Ebenso denke ich, daß meine damalige Hündin Bärli, zb., als Kleintierjäger großen Erfolg gehabt hätte.

Bei Basil könnte ich mir gut Vorstellen, daß er, auf Grund seiner Ruhe, als Therapiehund absolut genialen Erfolg hätte. Interessant ist, hier zu beobachten, daß trotz seiner Größe selbst Kinder, die Angst vor Hunden haben, grade ihn streicheln wollen.
Bei Mike und den Rüden, die bereits in unserer Familie gewohnt haben, habe ich ähnliches festgestellt.

Fazit:
Ich denke, als Anfängerhund sind Rüden leichter zu handhaben. Sicher, Ausnahmen bestätigen die Regel und es gehören viele Einflüsse dazu wie z.B.: Erziehung, Dominanzverhalten, Beschäftigung, Familienstruktur und vor allem der richtige Umgang mit dem Rudeltier Hund. Ich denke, auch die Rasse spielt eine große Rolle. Hündinnen entwickeln sehr schnell eine gewisse Selbständigkeit, die ständig irgendwie in die richtigen Bahnen gelenkt werden will (zumindest ist das bei den meisten Hündinnen, die ich kenne, so). Rüden dagegen empfand ich immer als leichter führbar. Sie stellen, meines Erachtens, seltener die "Chefrolle" seines Menschen in Frage als eine Hündin.

Man bedenke: die meisten tierischen Darsteller sind männlich. Bei Pferden ist es ja genau so. Hengste werden nicht nur wegen ihrem Ausdruck genommen, sondern auch, weil sie, richtig geführt, wesentlich leichter lernen als "launische" Stuten. Dabei sind sie garnicht launisch, sondern folgen nur ihrer Natur, betrachtet man das Herdenverhalten mal genauer. Und das unterscheidet sich kaum vom Rudelverhalten unserer Hunde.

ABER: Voraussetzung für jedes Zusammenleben ist eine klare Rollenverteilung zwischen "Rudelchef" und "Rudelmitglied". Wenn diese nicht klappt, wird jeder Hund jeglicher Rasse und egal, welches Geschlecht, die Rollenverteilung immer in Frage stellen und auch zu seinen Gunsten ändern wollen, notfalls auch mit Zuschnappen, wenn ihm irgendwas nicht passt.

Warum ich diesen Text geschrieben habe?
Nun, nicht, weil ich meine eigenen Hunde hervorheben möchte, sondern einfach, um dem Mythos "Lassie war eine Hündin" und kam schon als toll erzogener Hund auf die Welt mal gegenwirken möchte.
Lassie hieß Pal, war ein Rüde und musste, sieht man seine
Einsätze im Film, sehr viel lernen in seinem Hundeleben.

Liebe Grüße
Gaby + die unterschiedlichen Langnasen
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