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20.05.02 -- Ute St.

Toter Aussi konnte identifiziert werden














Grausamer Mörder des Australian Shepherd gefunden


Duisburg/NRW, 18.5.02

Zeugin brachte die Polizei auf eine Spur. Die Kripo vernahm einen ersten Verdächtigen. Sollte ein Täter angeklagt werden, drohen ihm bis zu drei Jahren Haft.

Die Tierschützer sind empört: Ein sechs Monate alter Hund, ein Australian Shephard, musste qualvoll in einem Altkleider-Container sterben. Der Täter hatte die Beine und die Schnauze des Hundes mit Klebeband umwickelt, dann das zappelnde Tier in eine Reisetasche gepackt und in einen Recyclingcontainer an der Straßenecke geworfen. Der Rüde erstickte hundejo.de/news. Das war vor einem Monat. Jetzt konnte die Polizei doch einen Tatverdächtigen finden, einen 52-jährigen Kaufmann aus Rath.

"Wir müssen aber noch weiter ermitteln", sagte Polizeisprecher André Hartwich. Denn der Beschuldigte verweigert bisher jede Aussage. Sollte er sich vor Gericht verantworten, droht ihm eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Gefängnis. Nach den Strafvorschriften des Tierschutzgesetzes dürfen Wirbeltiere "ohne vernünftigen Grund" nicht getötet werden.

Die Schnauze mit Kreppband zugeklebt

Rückblick, Mitte April: Mitarbeiter einer Recyclingfirma sortieren in Duisburg eingesammelte Altkleider aus. Unter den Lumpen stoßen sie auf eine alte Reise-Sporttasche. Als die Männer die Tasche öffnen, sind sie entsetzt: Das Gesicht des toten Hundes ist von der Nasenspitze bis zu den Ohren mit Kreppband zugeklebt.

Das Tierheim erstattete sofort eine Strafanzeige bei der Polizei. Gleichzeitig starteten die Tierschützer eine Fahndung nach dem Täter. "Bei uns im Tierheim sind die Tränen geflossen", teilten Mitarbeiter mit. Sie veröffentlichten eine Suchmeldung im Internet, zeigten Bilder vom toten Hund und fragten, wer Auskunft über den Halter geben kann. Recherchen ergaben, dass der Hund zwischen dem 4. und 11. April in einen Atlkleider-Container in Rath - an der Bochumer/Ecke Recklinghauser Straße - geworfen wurde.

Das war wohl der entscheidende Hinweis. Vor wenigen Tagen meldete sich eine Zeugin bei der Polizei, die über einen Anwohner aus Rath berichtete, der bis zum Tat-Zeiptunkt einen Australian-Shephard-Rüden hielt. Von einem auf den anderen Tag war dieser Hund aber verschwunden. Die Polizei lud den Verdächtigen zur Vernehmung vor. Der aber machte zu den Vorwürfen keine Angaben und schwieg.

Die Polizei ermittelt weiter

Bisher steht nicht eindeutig fest, ob der verdächtige Halter auch der Täter war, der den Hund tötete. Die Polizei will weiter ermitteln, befragt Nachbarn, sucht Zeugen.


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