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22.04.02 -- Siggi Kuipers

Pressebericht 1














Breite Kritik an Höhns neuem Hundegesetz "Völlig überzogen" / "Leinenzwang
verstößt gegen Tierschutz" + NRW nimmt Hunde nicht an die Leine Rot-Grün
verzichtet nach Landtags-Anhörung auf generelle Anleinpflicht in den Städten



Freitag, 19.04.2002


Breite Kritik an Höhns neuem Hundegesetz "Völlig überzogen" /
"Leinenzwang verstößt gegen Tierschutz"



Düsseldorf. Der Entwurf von Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) für
ein neues Hundegesetz ist in einer Expertenanhörung im Landtag mit Pauken
und Trompeten durchgefallen.

Hundeverbände, Tierärzte, Juristen und Oppositionspolitiker lehnten
die geplanten Verschärfungen für Hundehalter im "Höhn-Papier" als völlig
überzogen und untauglich ab. Auch die geplante Rasseliste mit Zucht- und
Halterauflagen für besonders gefährliche und große Hunde (20kg / 40cm) traf
auf Kritik. "Die Gefährlichkeit eines Hundes an der Rasse festzumachen, ist
genau so falsch, wie die Gleichung ´großer Hund gleich böser Hund´",
kritisierte der FDP-Experte Grüll.

In der Anhörung hatten Vertreter der Verbände bemängelt, dass sie vor
der Abfassung des Entwurfs nicht angehört worden seien. Das Schutzbedürfnis
von Kindern, Spaziergängern und Joggern müsse gewahrt bleiben. Der Verband
für das Deutsche Hundewesen (VDH), Tierschutzverband und Jagdverband waren
sich aber einig, dass der Gesetzentwurf in "nahezu allen Bereichen die
angekündigten Verbesserungen verfehlt". So verstoße der generelle
Leinenzwang gegen den Tierschutz. Mit dem neuen Hundegesetz würden aus
VDH-Sicht "Hunderttausende von unbescholtenen und unauffälligen Hundehaltern
mit überzogenen Restriktionen belastet". Ein Schutz der Bevölkerung vor
gefährlichen Hunden sei über Rasselisten nicht herzustellen.

Grünen-Umweltexperte Priggen hielt die von der Innenministerkonferenz
"abgespeckte" bundeseinheitliche Rasseliste allerdings weiter für sinnvoll
und praktikabel. Hundeverbände und Kinderschutzbund forderten gemeinsam eine
obligatorische Haftpflichtversicherung für alle Hunde. Der Entwurf sieht
dies nur für große Hunde vor.

Die Verbände sprachen sich für eine Kennzeichnungspflicht für alle
Hund aus - uneinig waren sich Experten, ob Hunde über Mikrochips oder
Tätowierungen erfasst werden sollen. Die Städte verlangten, Hunde in
Kindergärten, Schulen, Fußgängerzonen und bei großen Menschenansammlungen
nur an reißfesten und maximal 1,50 Meter langen Leinen zu führen. Das
generelle Anleinen von Hunden auch auf Feldwegen und dünn besiedelten
Flächen lehnten die Experten ab. Allerdings könnte es in Ballungsräumen und
Großstädten sinnvoll sein, eingezäunte Hunde-Auslaufflächen einzurichten.

19.04.2002 Von Wilfried Goebels


Copyright: Westfalenpost



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NRW nimmt Hunde nicht an die Leine Rot-Grün verzichtet nach
Landtags-Anhörung auf generelle Anleinpflicht in den Städten



Düsseldorf. Hundehalter können aufatmen: NRW will die geplante
generelle Anleinpflicht für Hunde im neuen Hundegesetz streichen. Nach
massiver Kritik von Hundehaltern signalisierten SPD und Grüne ihre
Bereitschaft, auf die generelle Anleinpflicht außerhalb geschlossener
Siedlungsbereiche zu verzichten.


In einer Anhörung im Landtag waren sich die Experten einig, dass eine
generelle Anleinpflicht im gesamten Stadtgebiet über das Ziel hinaus
schieße. "Hunde, die ausnahmslos an der Leine geführt werden, können
neurotisch und besonders gefährlich werden", hatte der Chef der
Landespolizeischule für Diensthunde Maciejewski gewarnt und eine
Beschränkung der Anleinpflicht auf Fußgängerzonen, öffentliche Gebäude und
Versammlungen gefordert. Grünen-Experte Priggen räumte ein, die generelle
Anleinpflicht gehe "über den fachlich gebotenen Umgang mit Hunden hinaus".

Im Gesetzenwurf hatte Umweltministerin Höhn (Grüne) festgelegt, dass
Hunde nur in ausgewiesenen Hundezonen öffentlicher Parks frei laufen sollen
und in Innenstädten generell an die Leine müssen. SPD- und Grünen-Fraktion
rücken nun davon ab. Der NRW-Städtetag hatte es zuvor abgelehnt, feste
Hunde-Auslaufzonen einzurichten. NRW will das Hundegesetz vor der
Sommerpause verabschieden.

19.04.2002 Von Wilfried Goebels


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  22.4.02Pressebericht 1   Siggi Kuipers  
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