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29.11.06 -- Gudrun_Beck

Ängstlich-ungehorsam aufgrund mangelnder Führung














Hallo Ihr,

da ich auch im Training immer wieder Hunde verschiedenster Rassen habe, die mit ängstlich-ungehorsamem Verhalten ihre Besitzer vor Probleme stellen, mache ich zu diesem Thema mal einen neuen Thread auf.

Man muss sich klar machen, dass ein rangniedriges Rudelmitglied - und das sollte Hund uns gegenüber immer sein - von einem ranghöheren Schutz erwartet. Entsprechend stark müssen wir wirken. Das tun wir zunächst einmal im Umgang mit ihm selbst, indem wir alles sofort durchsetzen, was wir von ihm fordern. Ich hörte vor etlichen Jahren auf einem Kinderspielplatz ein Kleinkind angeben: "Mein Papa ist stark! Der kann hauen!". Mal abgesehen davon, dass dieser Papa deshalb heute Probleme bekommen könnte, überraschte mich doch die Bewunderung, die aus den Worten des Knirpses sprach. Neben seinem Papa hat er mit Sicherheit keine Angst, vorausgesetzt, er hat nicht gerade etwas angestellt, was ihm Vaters Zorn einbringt. Ich möchte hiermit weder zur Gewalt gegenüber Kindern, noch gegenüber Tieren aufrufen. Was ich damit sagen möchte, ist, dass die jemandem beigemessene Stärke aus dem selbst Erlebten hervorgeht. In der Hundeerziehung heißt das Zauberwort KONSEQUENZ. Autorität ist gerade gegenüber seinem eigenen Hund extrem wichtig, nicht nur, um Ungehorsam zu vermeiden, sondern eben auch, um ein Gefühl von Sicherheit zu geben.

Wichtig ist, dass man selbst nie zögerlich reagiert, wenn ein Hund Angst zeigt, sondern souverän über das hinweg sieht, was ihn gerade erregt. Auch sollten Kommandos in der Lernphase, wenn sie bereits verstanden werden, riguros durchgesetzt und an den verschiedensten Stellen in der Öffentlichkeit geübt werden. Orientiert sich der Hund erst einmal an "seinem" Menschen, sind auch Fremde kein Problem, vorausgesetzt, Herrchen/Frauchen geht mit Fremden normal um.

Wichtig ist, dass bei allen Übungen Lob und Belohnung für den Hund auch wirklich welche sind. Einem satten, abgelenkten Hund ein Leckerli anzubieten ist genauso daneben, wie einem triebschwachen Vertreter eine Beißwurst zum Tauziehen spielen zu zeigen.

Kann man einen Welpen selbst erziehen, sollte eine Fixierung auf das Spiel mit der Beißwurst möglich sein. Darf ein darauf abgerichteter Hund etwas tun, was ihm dieses Spiel verspricht, wird er vor lauter Jagdstimmung und Vorfreude selbst fremde Hunde um ihn herum kaum noch wahrnehmen. Dabei ist nun wieder zu beachten, dass die Beißwurst stets im "Besitz" des Hundeführers bleibt, also nie zu Hause rumliegt, sondern weggeräumt wird, sobald nicht mehr gespielt wird. Spiel-Anfang und -Ende müssen immer vom Hundeführer bestimmt werden.

Viele Grüße

Gudrun + 13

  29.11.06Ängstlich-ungehorsam aufgrund mangelnder Führung   Gudrun_Beck  


 
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