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17.04.04 -- Thorsten S.

Der mutigste Hund der Welt?














Hallo,
heute im Laufe des Tages bekam ich einen Anruf aus Alaska und eine Einladung zu einem Fest. Bei dem Gespräch mit einem alten Arbeitskollegen haben wir uns natürlich auch über Hunde unterhalten, er ist ziemlich engagiert und er lebt in der Nähe von Nome. Nome ist ein Nest in Alaska und dieses Kaff erlangte vor fast 80 Jahren Weltruhm.

Vor 79 Jahren tickte ein Notruf über den Äther. SOS----eine Diphterie-Epidemie ist ausgebrochen und drohte eine ganze Stadt zu vernichten. Der einzige Arzt vor Ort hatte diese Epidemie zwei Tage vorher gemeldet.
Den Ruf nach dem rettenden Serum hatte Leo Seppala aufgenommen und mit allen nur möglichen Stellen gesprochen, Feuerwehr, Polizei aber niemand wollte oder konnte nach Nome. Denn Nome war 1760 Kilometer entfernt und es war einer der stärksten Winter seit vielen Jahren. Keine Maschine war in der Lage diese Distanz bei den Umständen zurückzulegen.

Leo ließ es keine Ruhe und so hat er eines Abends seiner Familie gesagt, dass er die Hunde anspannen wird: "Sie werden mich und das Serum nach Nome bringen!"

Vor ihm hat kein Mensch etwas vergleichbares gewagt - die Strecke führt durch Stürme mit bis zu 100 Meilen Windgeschwindigkeiten, Flüsse und Schneewehen in denen ein heutiger Sattelzug einfach so drin verschwinden würde. Tag und Nacht wird er fahren müssen, denn Stillstand bedeutet den sicheren Tod. Die Leute schüttelten die Köpfe, die Zeitungen schrieben, dass er keine Chance hätte zu überleben.

Leo weiß, seine einzige Überlebenschance ist der Instinkt seiner Hunde. Eine Meute von Mischlingen auf die er sich verlassen muß. Seine Chancen sind eins zu einer Million und doch ist Leo mit 16 seiner besten Hunde noch in der gleichen Nacht aufgebrochen.

Eine Zeitung titelte am nächsten Morgen - Seppala fährt ins verderben -

Eine Meute struppiger Mischlinge als Retter? Diese Strecke ist im Sommer kaum in 20 Tagen zu schaffen und das im schlimmsten Winter? Doch die Hunde schafften das Unfassbare in 127 Stunden. Tag und Nacht sind sie gelaufen ohne Rast, bei 40° Grad Frost um eine Stadt vor dem sicheren Tod zu bewahren.

79 Jahre ist das ganze jetzt her und in diesem Winter erlangten 16 Hunde Weltruhm und wenig später wurden sie als Rasse anerkannt: "Der Husky."

Viele Legenden ranken sich um diesen Hund und doch sind seine Taten, insbesondere in Alaska viel beeindruckender. Statistisch retten die Huskies jährlich 11 Menschen das Leben. Sie retten Verschüttete, bergen sie aus Stürmen oder verteidigen "Fremde" mit ihrem eigenem Leben vor Eisbären.

Seit Leo`s Wunderfahrt sind acht Jahrzehnte vergangen und jetzt wurden die Huskys - übrigens alles Nachfahren von Leo Seppalas Hunden - offiziell zur mutigsten Rasse der Welt erklärt.

So, jetzt hoffe ich das Birgit irgendwo ein schönes den Stolz dieser Rasse ausdrückende Foto hat und es hier reinsetzen kann (Danke schon mal vorab).

Liebe Grüße
Thorsten
  17.4.04Der mutigste Hund der Welt?   Thorsten S.  
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