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23.01.04 -- Wotan7

RE: Hundepsychologe? / Gudrun














Wie das mit den westlichen Zuchtbestimmungen ist,weiß ich wirklich nicht.
In der DDR galten diesbezüglich andere Kriterien und ich muß sagen,daß die Östlichen durchaus nicht schlecht waren.Da mußte "Schönheit und Leistung" stimmen.
Im westlichen Teil wurde viel auf Showhunde gegeben.
Das merkt man übrihgens besonders bei den DSH.Heute sehen die Hunde im Typ ziemlich gleich aus und wer geht schon noch auf Ausstellungen,wenn sein DSH nicht die beliebte schwarz/gelbe Farbe hat.
Die Grauen,Schwarzen oder Gelbbacken haben überhaupt keine Chance mehr.

Wenn ich damals einen Wurf plante,so mußte ich der Zuchtbuchstelle mehrere Rüden vorschlagen und begründen,weshalb ich das tue (Verband "Seltener-und Kleinhundrasse")Dort wurde dann entschieden,welcher Rüde für den geplanten Wurf am geeignetsten war.Das war auch besonders dann wichtig,wenn es -wie bei mir-um eine seltene rasse ging (damals),die nur etwas über 400 Hunde in der ganzen DDR hatte.Auf diese Weise wollte man eine zu enge Zuchtbasis verhindern,-obwohl das bei diesen Zahlen kaum möglich war.
Zumindest hab ich damals sehr viel über Genetik gelernt (Anwendbar auf Hunde),weil man auf diese Weise regelrecht gezwungen war,sich mit den Ahnentafeln zu beschäftigen ,sowie Vor-und Nachteile zu erkennen.Man wollte schließlich gesunde Hundbabys und einen guten Ruf.

Bis 1990 war ich Vorstandsmitglied in unserem Club und hatte eigentlich eine Ausbildung zum Zuchtrichter für seltene Rassen und Kleinhunde vor mir,aber dann kam alles anders und unser Club zerschlug sich in alle Winde.
Mit Eysha versuchte ich dann nochmal Fuß zu fassen,aber da war kein Land am Horizont-alles viel komplizierten und nachsichtiger,-wie das von Dir beschriebene Rutenbinden.Früher wäre es nie möglich gewesen mit einem gepuderten Bobtail im Ring zu erscheinen )(mir gefärbten Pudeln auch nicht ;-)),oder auch Hunde die sich nicht benahmen wurden gnadenlos disqualifiziert.
Wenn ich heute an einem Ring stehe,kann ich manchmal nicht begreifen,wie das Möglich ist was da alles passiert.Ungeniert werden Hunde gelackt,gepudert und geklebt.

Aber das nur am Rande.
Ich hab mit der Szene eigentlich nichts mehr zu schaffen und kann somit nicht mehr mitreden.Ich weiß nur von einem guten Bekannten der DSH züchtet (übrigens mit eigenem Rüden),daß man auch heute noch auf das Wesen besonderen Wert legt und ein durchgeknallter Hund nicht angekört wird.Umgedreht genauso.

LG
Birgit
Thema: Hundepsychologe?


 
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